Fuck. Das ist eine Art schlechter Nachricht, die mich sogar aus meinem web 2.0.-Fasten treibt:
No Depression, das beste Musik-Magazin des Planeten, stellt seinen Betrieb mit der Mai/Juni-Ausgabe 2008 ein.
Das Schlimme: Laut Peter Blackstock sind es schlichtweg wirtschaftliche Gründe, die sie zum Aufgeben zwingen, denn das Magazin lebt grösstenteil von Anzeigen, und die sind in den letzten 2 Jahren um 40% zurückgegangen. Dagegen kann wohl auch keine Preiserhöhung etwas ausrichten.
Es gibt wohl kein Magazin, dass mich mich in den letzten 10 Jahren musikalisch mehr geprägt hat als ND. Ich erinnere mich noch an meine erste Ausgabe 1998; da war ich noch Praktikant bei Glitterhouse war; und die Ausgabe #12 mit Ricky Skaggs auf dem Cover sah noch aus wie ein billiges Fanzine. Über die Jahre gab es einige Änderungen hin zu einem professionellerem Auftreten, aber das Engagement und Liebe zur Musik hat sie nie geändert. Natülrich gab es immer mal schlecht Artikel, und vor allem bei dem Plattenkritiken gab es grosse qualitative Unterschiede, aber das Herzblut war immer da.
Diese Lücke wird sich nicht vorerst nicht füllen lassen. Immerhin gibt es noch das MOJO, aber das hat andere Schwerpunkte und und es fehlt die persönliche Note, die ND zu etwas besonderem gemacht hat. Und jedesmal, wenn ich dieses Springerblättchen Rolling Stone lese, frage ich mich, ob Print tatsächlich nur noch als Spielplatz für Profilneurotiker traugt (Franz Schöler ist davon natürlich ausgenommen.)
Und zum Schluss noch Daniel Johnston
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