Ach, Travis. Ja, ich mag Travis und es ist mir egal, ob die so ein wenig beliebig sind oder ob die sympathische Gutgelauntheit mit Rock’n Roll nix zu tun hat. Und offengestanden hat die klare Art von Fran Healy, die Gitarre zu bedienen, mir den Zugang zum Instrument um einiges erleichtert. Nun haben sie eine neue Platte raus gebracht (”The Boy with no Name”), drei Jahre nach „12 Memories“, die ich für prächtig unterschätzt halte. Und ich sabbel schon mal drüber, auch wenn ich sie noch gar nicht in Gänze gehört habe. Immerhin habe ich brandheiße News.
Ich will es gar nicht verhehlen, den Zugang zu der Band fand ich über die Videos. Zunächst über Sing mit wundervoller Tortenschlacht. Und dann über andere. Ich kaufte mit die DVDs mit den Videos und die ersetzte mir so manche qualvolle Kinderkanal-Minute. Groß finde ich nach wie vor Driftwood , Coming around und das späte Walking in the Sun . Kurz bevor MTV the Video Star killte, brachte Travis mein Verständnis von Videos auf den Punkt.
Gibt ja auch ein Neues:
Wie einst bei Jack Johnson (Meine liebste Wette bei Wetten Dass? ist übrigens: “Ich kann die Lieder von Jack Johnson unterscheiden”, aber das gehört nicht hierher) tritt Ben Stiller auf.
Ansonsten? Naja, das Beste Video von Travis ist es wohl nicht. Auch die neue Platte wurde beispielsweise von der FASZ anständig verissen: „Die Platte beginnt lahm, dann verliert sie sich irgendwann vollends. Wo früher noch einigermaßen kunstvoll komponierte Kalenderblattweisheiten wie “Driftwood” oder die Verlierer-Hymne “Why Does It Always Rain on Me” waren, herrscht jetzt nur noch Schlichtheit.“ Ein “Kessel Kitsch” sei es, teilweise würden sich die Lieder Healys gar nicht mehr die Mühe machen, Songs zu werden, schreibt Eric Pfeil, dem Fran 2002 wohl mal dumm gekommen ist.
Ich werde auf jeden Fall hellhörig bei so einer Kritik, ab und an soll es ja vorkommen, dass sich so richtig gute Platten hinter solchen Verrissen verstecken. Die Brigitte ist da eindeutiger und erklärt die neue Platte zum Meisterwerk. Und das hat Stephan Bartels geschrieben , der nicht nur als einer der allerersten in Deutschland Norah Jones ins Heft hob, sondern auch mal Ed Hardcourt bespricht. In der Brigitte. Ich schweife ab.
Ich hörte die Titelschnipsel einmal im Netz durch und mir gefiel es mal wieder und hier kommt nun die versprochene News: Travis spielt am 9. Mai bei SWR hautnah, das Ganze läuft ab 20:30 im Live Stream auf www.swr3.de . Und live ist die Band ohnehin ziemlich Klasse.
1 response so far ↓
Notizblog No.29 (kurz) at slidetone.blog // May 8th 2007 at 10:43 pm
[…] kesseln […]
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