“Mit »Our Favourite City« hat sich Darmstaedter endgültig einen Platz auf dem Olymp der europäischen Singer-Songwriter erspielt“ , so tönt es von den Tapete-Seiten. Naja, huch, das ist möglicherweise etwas hoch gegriffen, aber wisst ihr was? Die Platte ist so richtig gut geworden.
Ich bin ja Fan von Dirk, ich sagte das bereits an anderer, verblichener, Stelle. Irgendwie verkörpert der diesen, meinen Traum: Dass es doch geht. Er veröffentlicht Platten, die zumindest immer hörenswert sind, immer mit dem ein oder anderen persönlichen Gassenhauer drauf. Er gibt Konzerte, die sich gewaschen haben, die eine richtig gesunde Mischung aus Entertainment, Show und guter Musik sind. Und er hat zudem sein eigenes Label gegründet. Er macht es einfach.
Nun hat er sich zusammen mit dem Lüneburger Lars Plogschties nach England begeben und dort im Dulcitone Studio zusammen mit Lee Russell seine neue Platte eingespielt und die ist -sagte ich das bereits ?- so richtig gut geworden. Zehn Tage haben die gebraucht und haben in der Zeit ganz offensichtlich Spaß gehabt. Hach, auch schon wieder so ein Gedanke von mir: einfach Songs einspielen, nicht frickeln, sondern Musik machen….
In Webzwo-Zeiten gibt es immer was zu hören, auf Dirks Meinplatz
gibt es vier Lieder, er hat glücklicherweise meine flehentliche Bitte erhört und nun auch “Paper Chandeliers” hochgeladen, welches ich dem geneigten Leser sehr ans Herz lege.
Anfang April tourt Dirk und ich kann nur jedem, also so wirklich jedem raten, da mal hinzugehen, insbesondere mit Band ist das schon großes Kino.
Zudem bringt Touren wenigstens Geld. Im SZ-Jugendableger „Jetzt“ findet sich heute ein lesenswertes Interview mit Darmstadters Tapete Label- Genossen Gunter Buskies. Der berichtet aus den Niederungen der Plattenindustrie, Abteilung zweite Liga. Platten werden nicht mehr gekauft, das ist nicht so wirklich breaking news, aber ich fand das, was er dort sagt dann teilweise doch neu.
5 responses so far ↓
der schlanke mann // Mar 20th 2007 at 11:07 am
Ich bitte um Entschuldigung denn das gehört gerade mal gar nicht hierher, aber ich habe gerade gelesen was die Tickets zur Police Reunion Tour in der AOL Arena kosten. Satte 121,50 für einen Sitzplatz, günstigere 98,50 für niedere Fußvolk die dann wohl mit Hummerschwänzen beworfen werden. Das ist doch an Dreistigkeit und Abzocke nicht mehr zu überbieten. Der Einfluß von Police hin oder her, jetzt reichts. Die Tonträger dieser sog. Künstler kommen mir nicht mehr wo rein bzw. wo rauf. Es langt.
The Captain // Mar 20th 2007 at 11:18 am
Ja. Eigentlich gehört das nicht hierher, aber irgendwie dann doch auch ein wenig. Es ist zumindest ein grund warum micht die zweite Liga mehr interessiert als die Großkopferten.
Ich habe mich schlicht noch nicht wieder beruhigt, was die Police-Preise angeht. Ich kann dazu noch nichts schreiben, ohne ausschließlich ziemlich, ziemlich böse Wörter zu verwenden.
Alles wird gut (?) at slidetone.blog // Mar 20th 2007 at 9:00 pm
[...] Scheine zählen, ein lesenswertes Interview mit dem Cheffe von Tapete Records hat der Captain im singalong.blog in einem Beitrag über Dirk Darmstaedter verlinkt. Mit dem reinen Tonträgergeschäft können heute [...]
der schlanke mann // Mar 21st 2007 at 2:02 pm
Das ist ja alles schön und gut, aber hier ist doch der Gegenstand des Gespräches ein kleines Label mit hoffnungsvollen neuen Bands mit Musik die die Macher selbst gerne hören wollen, nicht eine ehemalige Supergruppe mit beteiligten Künstlern die ebenfalls ihr auskommen haben oder wie im Falle von Stachel, Platten veröffentlichen können die sie gut finden und hartgesottenste Fans den größten Müll dieser Künstler auch noch kaufen. Nicht Äpfel mit Birnen vermischen. Mag sein das meine idealistischen Ansichten mir mal wieder im Wege stehen, aber wer bitte hat denn erst ermöglicht, dass diese Künstler in dieser Position sind, tun und lassen zu können was sie wollen. Und seien wir doch mal ehrlich, Herr Copeland hätte sich auch mit Drum Workshops über Wasser halten können wenn er nicht richtig beschäftigt damit gewesen wäre Soundtracks für Filme zusammen zu stellen und dafür glaube ich auch fürstlich entlohnt worden ist.
Notizblog No.24 at slidetone.blog // Mar 21st 2007 at 10:44 pm
[...] Themenschwerpunkt Urheberrecht bei SZ jetzt.de, u.a. geht’s um Piratenparteien, iTunes, warum 99 Cent pro Song zu teuer sind und das p2p Tauschbörsen keinen signifikanten Einfluß auf Musikverkäufe haben. Dazu Interviews u.a. mit Gunther Buskies (Tapete Records) und Lawrence Lessig (Creative Commons). [via singalong.blog] [...]
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