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Not Fade Away

February 3rd, 2007 by Boogie · 4 Comments

3.Februar 1959, Richie Valens warf eine Münze mit Buddy Holly Gitarrist Tommy Allsup und gewann seinen Platz in dem kleinen Flieger, einer Beechcraft Bonanza. Carl Bunch, Buddy’s Drummer, hatte sich im Tourbus Frostbeulen eingefangen. Er lag im Krankenhaus. Der Bassist der Holly Band gab seinen Platz freiwillig an The Big Bopper ab. Der hatte zwar keine Erfrierung, aber eine Erkältung die ihm das Leben kosten sollte. So blieb auch Waylon Jennings am Leben, an dem Tag an dem die Musik starb. Buddy Holly, Richie Valens und The Big Bopper stürzten in der Nähe von Mason City ab. Acht Jahre später, auf den Tag genau, forderte The Day The Music Died zwei weitere Todesopfer.

Joe Meek hörte nicht nur Stimmen aus fremden Welten, nein, er konnte auch das Gekeife seiner Vermieterin nicht mehr hören. Die war wahrscheinlich nicht so davon angetan, das Meek in seiner, mit Studioelektronik vollgestopften, Wohnung, die Musiker auf mehrere Etagen verteilt einspielen ließ, um eine bessere räumliche Trennung der einzelnen Instrumente zu erreichen. Für teuren Schnickschnack wie Soundkabinen und Schallisolierung hatte Meek kein Geld. Wahrscheinlich interessierte es ihn auch nicht. Schallisolierung gab es in seiner Welt eh nicht. Die Stimmen kamen von überall und über all dem schwebte der Geist von Buddy Holly, den Joe Meek verehrte. Nur das Dröhnen des Treppengeländers, auf das Violet Shenton einschlug wenn der Geräuschpegel im Haus ins Unerträgliche anstieg, konnte die Klänge aus den neuen Welten stören. Für gewöhnlich stellte Meek dann Lautsprecher in den Hausflur und übertönte das Gehämmer auf dem Treppengeländer. Am 3.Februar 1967, der achte Todestag Buddy Hollys, griff Joe Meek jedoch zum Gewehr, das er kurz vorher Heinz Burt, dem strohblonden Tornado aus Hagen, abgenommen hatte und erschoß erst seine renitente Vermieterin und beendete dann die fremden Klänge in seinem Kopf.

On the second floor of number 304
Above a handbag store and the heavy roar
Of traffic rolling down the Holloway Road
A one time bedroom housed the studio of Joe Meek
Where he conjured with the sound of another world
That Tin Pan Alley thought was too absurd
But miles of wire and recording tape
Brought fortune fame and no escape for Joe Meek
As he stirred up the sound of a hurricane
Joe Meek
Called upon forces from beyond the grave
Joe Meek
Suffered alone for his madness and pain
These were the only rewards that the hit parade
Held in store for Joe Meek

Wreckless Eric - Joe Meek (Donovan of Trash)

Direct Link to Outaspace YouTube: The Tornados - Robot

Links:
Buddy Holly www.buddyholly.com
Joe Meek www.joemeek.com
Heinz www.billyfury.com/heinzlastset.htm
Wreckless Eric www.wrecklesseric.com & MySpace

Tags: All Time Favourites · Found on Myspace · Sing along

4 responses so far ↓

  • The Day The Music Died at slidetone.blog // Feb 3rd 2007 at 2:14 pm

    […] 3.Februar 1959 und heute vor 40 Jahren: Not Fade Away. […]

  • Joaquin // Feb 4th 2007 at 3:22 am

    Ich bin etwas verwirrt. Wie steht das im Zusammenhang zu “dem” Video?

  • Whole Wide World at slidetone.blog // Feb 4th 2007 at 11:40 am

    […] Wide World” (imho der weltbeste Popsong ever) ich die Stiff Compilation kaufte, schuf ein kleines Joe Meek Denkmal auf der Scheibe “Donovan of Trash“. Von Donovan hatte ich auch eine Platte. Auf der war […]

  • Boogie // Feb 4th 2007 at 12:39 pm

    Ich hatte eigentlich ein Video zu Telstar, dem 17.000.000 mal verkauften Megahit der Tornados gesucht. Leider fand sich bei YouTube wenig befriedigendes”. “Robot” war dann schon kein No.1 Hit mehr, hat aber alles was “Telstar” auch auszeichnete, inklusive der strangen Klangkulisse, die Joe Meek dem Titel voranstellte. Heute klingt das alles nach Daddelautomaten der ersten Generation, damals war es revolutionär. Übrigens war Joe Meek nicht nur Produzent der Tornados sondern auch Autor vieler Songs ohne auch nur ein Instrument spielen zu können. Produzententechnisch müßte Meek heute eigentlich in einem Atemzug mit Phil Spector genannt werden. Statt dessen ist er (fast) vergessen, wenn nicht auf fast jedem guten Studiokompressor sein Name stehen würde. Auch in einer weiteren Hinsicht war Joe Meek revolutionär: das erste schwule Coming Out auf einer Pop Single stammte von ihm. 1966 auf der Rückseite der Tornados Single “Is That A Ship I Hear”. “Do You Come Here Often?” war das mutige Statement eines Schwulen als Homosexualität in England noch als Verbrechen betrachtet wurde.

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