singalong.blog header image 2

Meine Top 20

December 16th, 2006 by w.r.cares · 2 Comments

Diese Top 20 sind ja ein mehrschneidiges Schwert. Es entsteht zwangsläufig eine Reihenfolge, die aber eigentlich keine sein soll. Oder doch?! Dann hat “Top 20″ ja auch irgendwie was von dem Heck, dem D.T., aber es ist auch eine willkommene Chance zurück zu schauen aufs Jahr, verduzzt festzustellen, dass es fast rum ist und zu guter letzt gibt so eine Liste ja auch eine Idee davon wes Geistes Kind man ist. Hier also meine Top 20 2006. Numeriert nur, damit ich auch bei 20 aufhöre….

01. Cat Power - The Greatest
Spannende Frau aus den Südstaaten. Heißt Chan Marshall. Bad Childhood, Drogen, Depressionen und doch überlebt. Und wie. In Memphis aufgenommen. Grooved! “Could we” anhören. Hat was von Van the Man…
02. Darden Smith - Field of Crows
Singer/Songwriter aus Austin (woher sonst) hatte schon mal nen fetten Plattenvertrag, mäßigen Erfolg aber richtig Allüren….Eric Taylor benennt ihn deshalb nach dem deutschen Philosophen Emanuel… Ist ein Teekesselchen, das andere haben nur Frauen, jedenfalls hat er sich wohl eines besseren besonnen und eine CD mit richtig schöner Music gemacht. Besonders schön: “Wide Open”
03. Sarah Hickman - Motherlode
Doppel CD. Auch aus Austin. Konzeptalbum für Erwachsene. Frauen. Teil 1 “The Mirror” über häusliche Gewalt, Drogen Depressionen. Teil 2 “The Thread” über Spiritualität, Glück, Liebe, Freude. Schöne Version von “Mothers Little Helper” von den Stones. Sexualität spielt eine wichtige Rolle weshalb das “h” vom Titel den Nippel verdecken mußte…
04. Yo la Tengo - I am not afraid of You and will beat your a..
Feiner Titel für eine spannendes, abwechslungsreiches Werk, welches von der rhythmischen Hornsection her phasenweise an Haindling oder Biermösn Blasn erinnern läßt. Lieblingsstück: “Feel like going home”, atmosphärisch dicht und andächtig.
05. Devon Allman’s Honeytribe - Torch
Jauuh. Das geht ab….Der Sohn von Gregg Allman aus der Ehe vor Cher….schöner Bluesrock. Geht ab. Die Stimme erinnert schon an den Erzeuger, die Gitarre an Stevie Ray Moore. Gute Mischung…
06. Crooked Still - Shaken by a low sound
Akustisches Quartet mit Gesang, Banjo, upright Bass und ……Cello!! Und der Typ geht ab….das Cello als perkussives Groove Instrument…fein fein. Ggf mal bei Woodsongs in Bild und Ton sich einen Eindruck machen…
07. Chris Thile - How to grow a Woman from the ground
Auch ein Woodsongs Favourite….schon x-mal aufgetreten. Als Mitglied von Nickelcreek, mit Mike Marschall und nun mit neuer eigener Band. Schon mit 14 als Mandolinen-Wunderkind die erste CD (”Leading off”) veröffentlicht, inzwischen um eine Scheidung gereift mit schönen Songs und sehr genial eingesetzter Unstimme…Macht Spass…
08. Justin Rutledge - The Devil on a Bench in Stanley Park
Nicht so genial wie das Debüt mit dem Überhit “Too sober to sleep, too drunk to cry”. Da kennen wir alle was von. Typisches, wie heißt es bei den Amis immer, “Sophermore-” Album. Die undankbare 2. CD…nicht schlecht aber eben nicht grandios und immer noch besser, viel besser als der Durchschnitt…
09. Rosanne Cash - Black Cadillac
Solides Werk mit ein bis 2 echten Höhepunkten… “0:71″ - 71 sekunden Ruhe…eine für jedes Lebensjahr von John R. Cash und “House on the Lake”
10. Kasey Chambers - Carnival
“That’s Americana!” aus Australia…schöne STimme gute Songs schöne Gitarren Arbeit…mehr als nur Lucinda Williams für Känguruhs…
11. Ray LaMontagne - Til the Sun turns black
Auch das 2. Werk. Abwechslungsreicher. Dunkler. Tiefer. Mehr Instrumente. Bläser. Wurlitzer. Mehr groove…kein Hit wie “Trouble” dabei, aber gut hörbar…
12. Amos Lee - Supply and Demand
“Sophermore”: gelungenes 2. werk von Amos Lee. Blitzsaubere Songs mit lässigem Groove und schnell einprägsamer Hookline. Fast noch besser: MUTLU sehr talentierter souliger Sänger aus Philadelphia mit türkischen Vorfahren…Bester Song: Caramel! Schaut mal bei MySpace
13. Patricia Barber - Mythologies
Hat ein Stipendium gewonnen, die Gute, hat sich 1 Jahr mit Griechischen Mythen herumgeschlagen und die Werke Ovids vertont..ja, ist Jazz…aber hörbar…
14. Sufjan Stevens - Songs for Christmas
Der Überflieger. Genial, einzigartig, verrückt. Kleine Männer aus US Staaten mit Mi…. am Anfang kompensieren offensichtlich mit inflationärem Songwriting. Im Fall Sufjan auch noch schön anzuhören! Nach Veröffentlichung der Überbleibsel von “Illinoise” (22 Kleinodien auf “Avalanche”) zum Jahres Ende die Xmas Box mit 5 CDs , 41 Weihnachtssongs aus den letzten 5 Jahren. Und wieder gut anzuhören. Spielt irgendwie 20 Instrumente, der Gute. Anspieltip: “That was the Worse Christmas ever…”
15. Christina Lux - Coming Home at last
Was aus deutschen Landen. Feines Werk mit engagierten, aber nicht zu dicken Texten, jazzig entspannt wippender Band und der schönen, nicht unerotischen Stimme von Frau Lux. Cover Photos von Jim’s Rakete…ein Schmaus für die visuell orientierte Wahrnehmung…
16. Bonnie “Prince” Billy - The Letting go
Öde Landschaften, arktische Wintertage mit maximal 20 min Tageslicht und ne Insel…kommst nich weg……ideal für Suizidalitäten und depressive Soundtracks. Bonnie “Prince “Billy ging nach Island und beglückt uns mit intensiver Musik…nicht gerade zum im Hintergrund laufen lassen….
17. Todd Sickafoose Group - Blood Orange
Was klingt wie eine offene Stelle an den unteren Extremitäten ist der Stammbassist von Ani DiFranco mit seinem eigenen Projekt: Herrlich verquerer, lässiger ab und an recht freier Jazz Nix da mit Smuuuuth Jäzzzz….!
18. Paul Motian - On Broadway Vol.4 - The Paradox of Continuity
Moderner klassischer Jazz mit Gesangseinlagen meiner lieben Freundin Rebecca Martin…
19. Donavon Frankenreiter - Move by Youself
Noch ein Folgewerk. War er auf dem Debut Album einfach nur der bessere Jack Johnson so holt er sich jetzt ein Wurlitzer in die Band und läßt die 70ger wieder aufblühen. Feines Werk.
20. Vienna Teng - Dreaming through the Noise
Ein bischen Tori Amos, halt Frau am Klavier, aber nicht so angestrengt….sehr lässig und schön daher kommend…

Knapp raus: Bob Dylan, Neko Case, Jeffrey Foucault, T-Bone Burnette. Randall Bramblett, the Duhks. Und Ryan Adam’s “29″ ist von Dezember 2005…

Auf ein neues spannendes Jahr!

Tags: Sing along

2 responses so far ↓

  • The Captain // Dec 18th 2006 at 2:05 pm

    Ja, wer soll das denn alles hören? Ich glaube ihr hört alle mehr Musik als ich. Crooked Still finde ich ziemlich großartig.

  • Boogie // Dec 18th 2006 at 5:53 pm

    Captain, dann schau mal hier.

    Und Stevie Ray Moore kann man nur als deutliche Warnung verstehen, oder?

Leave a Comment