Ach, ich liebe das schreiben in Blogs, die niemand liest. Das kommt kurz vor Kunst.
Und nun? Nun kommt mein kleiner Sommerhit des Jahres. Entdeckt bei , na wo wohl?, “morning becomes eclectic”. Klickt Euch rein, gewinnt einen Mini Cooper Convertible und dann hört rein. Auf jeden Fall bis zum Lied bei Minute 8, denn das ist dann der Hit, “Forever more”. Und den singt ihr dann den ganzen Sommer und denkt an die Liebe und den Weltfrieden und an was man halt sonst noch so denkt im Sommer 2008:
Keine großen, vielen Worte. Jeder anwesende hier kennt “Morning becomes eclectic” von KCRW, oder? Naja, die Eels-show ist schon außergewöhnlich. Leider Pflichtprogramm. Mit singender Säge.
Seit ein paar Jahren wird es mir langsam klar, dass meine Hipster-Zeit bald endgültig gegessen sein wird. Ich finde 90% aller neuen Bands todlangweilig und erst neulich habe ich mit meiner besten Feundin Tina darüber gesprochen, welche Vorteile es doch hat, nicht mehr so jung zu sein. Wir waren bei einer Vernissage und es spielte eine Band, deren Mitglieder alle so um die 20 waren. Verschüchtert zu sein, alles falsch zu machen und zu glauben, alles gerade erfunden zu haben kann ja ganz niedlich sein, aber weisse Oberhemden tragen zu dürfen muss man sich auch erst verdienen, Son!
Also bin ich dankbar für Menschen, die ein bestimmtes Alter erreichtt haben und dennoch Musik machen. Im Falle von Robert Forster muss ich sogar feststellen, dass meine Welt eine schlechtere wäre, hätte er sich nach dem Tod von Grant McLennan nicht wieder nach London ins Studio begeben. Heraus kam er mit “The Evangelist” und ich denke, das Album kann locker neben den besten Go-Betweens-Arbeiten bestehen. Zentrales Stück ist natürlich “Demon Days”, welches zum Großteil noch von McLennan geschrieben wurde. Ich erinnere mich noch gut an ein Gespräch mit Chris Eckman vor 2 Jahren, wie erschüttert er über den Tod von Grant war, die beiden Bands waren wohl recht eng befreundet.
Hier gibt es ein Interview mit Robert Forster und das Beste: Am 4.10. spielt er in der Berliner Passionskirche!
Okay, jemand hat gefragt, hier mein Bericht zum (meinem 11.) Orange Blossom Special Festival. Die auffälligste Neuerung in diesem Jahr war natürlich das Wetter; bis auf das OBS 9 gab es noch kein Jahr ohne Regen, und selbst beim neuten standen viele Wolken den Sonnenstrahlen im Weg. Diesmal aber nicht - schon in der Aufbau-Woche brauchte man Sonnenmilch und es wurde jeden Tag wärmer.
Mit am schönsten war wie immer das Wiedersehen mit alten Freunden und Bekannten. Letztes Jahr konnte ich ja nicht zur Weihnachtsfeier kommen, was den Abstand natürlich um so grösser machte.
So richtig angefangen hat es schon am Donnerstag Abend mit der Aufwärmparty im Stadtkrug. Stefan Maelck hat aus seinem aktuellen Hank Meyer Roman gelesen, der offenbar nicht weniger lustig als sein Vorgänger ist. Danach spielte WOLAM, die das Festival letztes Jahr eroeffnet haben, und wow, die haben sich ja enorm weiterentwickelt. Gute Band. Leider sind mit mir zusammen eigentlich fast alle ziemlich abgestuerzt, was das Arbeiten am Freitag etwas schwierig gestaltete…
Hier ein paar kurze Eindrücke zu den Bands:
Freitag, 09. Mai 2008
SIR SIMON
Diesmal wurde das OBS von einer Berliner Band namens Sir Simon Battle eröffnet, die eine Art Indiepop spielten (was bei mir mittlerweile als Schimpfwort gilt). Fand ich aber trotzdem sehr schön, da es viele originelle Ideen gab und die üblichen Engländer mal nicht kopiert wurden. Ausserdem waren alle sehr nett. Werde ich im Auge behalten. Vielleicht brauchen sie ja mal eine Pedal Steel…
THE AUDIENCE
Der Hammer. Wer sich noch an The Make Up erinnern kann, der bekommt eine Ahnung. Schade, dass ich mir keine CD von Ihnen gekauft habe, muss ich mal nachholen.
THE VIOLENT YEARS
Von den Norwegern blieb mir eigentlich nur der Drummer im Gedächtnis, und das weniger aufgrund seiner musikalischen Leistung sondern allein durch die Tatsache, dass er das ganze Wochenende sturzbesoffenst durch das Festival stolperte und und ordentlich nervte.
GIRLS IN HAWAII
Bands mit Attitüde… Ich kann ja gut verstehen, warum man als Musiker manche Kompromisse nicht eingehen moechte, weil die Performance darunter leiden würde, aber vielleicht wäre es schlau, bei einem kleinen Festival mal einen Gang runterzuschalten. Allein der Rider war 26 Seiten lang…
Normalerweile spielen die Bands wegen Zeitdruck grösstenteils mit der gleichen (qualitativ exzellenten) Backline, aber die Girls wollten komplett über ihr eigenes Zeug spielen und so stand der komplette Keller voll mit GIH-Krempel. Naja. Musik ging so. Ein bisschen zu poppig für mich. Fand aber die Vocal-Loops sehr intererssant. Müsste ich wohl mal auf Platte hören.
Samstag, 10. Mai 2008
CLARA LUZIA
Aus Österreich. Ein bisschen wie Feist, nur etwas beschwingter. Nett, hat mich aber nicht gepackt.
SHOOTING JOHN
Obwohl ich die Platte letztes Jahr richtig gut fand, habe ich die irgendwie verpasst… Was habe ich da nur gemacht? Gegessen?
CUBA MISSOURI
Indierock. Ansonsten äussere ich mich da mal nicht zu.
RYKARDA PARASOL & THE TOWER RAVENS
Toll! Mein alter Kumpel Christian ist derzeit ihr Tourmanager, deshalb war gleich ein guter Draht zwischen der Band und mir da. Hatte Rykarda letztes Jahr Solo gesehen, was mich nicht so überzeugt hatte, aber mit dieser Combo (und vor allem mit Wymond, dem Gitarristen, musikalisch eine Mischung aus J Mascis und dem Typen von Steve Wynn) war sie um ganze Klassen besser. Tolle Stimme, erinnert mich an Siouxsie Sioux.
HYACINTH HOUSE
Ich bin nicht ganz unbeteiligt daran, dass ihre CD bei Glitterhouse rausgekommen ist, und ich mag die Band echt gerne. Ich kann ja auch verstehem, das man nervös ist vor einem Gig, aber Himmeldieberge, sowas habe ich selten gesehen. Die beste Szene: Der Sänger und Gitarrist kriegte sein Stimmgerät nicht zum laufen und sprang gute 2 Minuten auf der armen Kiste rum, bevor er sie dann kurzentschlossen mit dem baugleichen Modell der Chellistin austauschte, nach dem Motto: Welches Bandmitglied mag ich denn am wenigsten? Als die sich beschwerte und Rembert sich das Ding mal anguckte, war wohl keine Batterie drin… ahem. Konzert war aber trotzdem gut.
20:40 MICHAEL J. SHEEHY & THE HIRED MOURNERS
Klarer Gewinner des letzjähringen Festivals und heuer sah es auch kaum anders aus. Mehr in die Fresse, aber trotzdem mit Seele. Die Bassistin ist immer noch das Rock Chick of the year (schwarzer Gibson Thunderbird mit goldenen Saiten!) Und trinkfest.
22:30 SCOTT MATTHEW
Im Dezember habe ich ihn erstmalig im Berliner Babylon-Kino gesehen, wo er nach einer Shortbus-Vorführung spielte. Hat mich nicht so beeindruckt; ich fand, das alle Songs gleich klangen und er konnte auch nicht Ukulete spiele, da er aufgrund eines Überfalls in NY seine Hand noch in einer Schlinge trug.
Trotzdem habe ich mich in den nächsten Wochen dabei erwischt, mir ständig die Songs auf seiner myspace-Seite angehört zu haben. Im Februar kam er dann nochmal ins Babylon und da war es um mich geschehen. Ich sass die ganzen 90 Min. auf der Kante meines Sitzes und hing an seinen Lippen. Unglaublich nett ist er auch noch. Er trägt ja einen imposanten, schwarzen Bart und Rembert hatte vorher einige Fake-Bärte besorgt, die wir alle während der Umbaupause trugen. Wider einigen Befürchtungen war die Künstlerseele nicht beleidigt, er fand das sogar ziemlich lustig. Auch das Album dürfte schwerlich aus meinen Top 10 in diesem Jahr zu vertreiben sein. Bester Act für mich in
diesem Jahr und dieses Konzert, wenn es auch nicht so intim wie im Babylon neulich war, hat das nochmal bestärkt. Texte sind übrigens auch toll.
Sonntag, 11. Mai 2008
12:30 MARY EPWORTH & THE JUBILEE BAND
An diesem Morgen habe ich höchstpersönlich den hangover erfunden und deswegen nur 3 Songs gesehen. Fand ich aber sehr schön. Die Musik auch.
14:00 GISBERT ZU KNYPHAUSEN
1000 Symphatiepunkte, aber ich glaube, ich kann mit dieser Art von sensirrbeler Nabelbetrachtung nichts mehr anfangen. Ohne Band klang er wie Reinhard Mey. Irrsinnig guter Drummer.
15:30 SCOUT NIBLETT
Auf die hatte ich mich schon sehr gefreut, da ich ein paar Songs ihres letzten Albums kannte. Kamen zu spät, weil ihr Navi ausgefallen war und sie sich (trotz des Namens!) verfahren hatten. Gingen also gleich auf die Bühne, Sie mit alter Jaguar und voll aufgedrehtem Twin Reverb, er mit unserem Gretsch-set unten auf der Bühne. Vom ersten Moment an dache ich, die “haben” es - extrem dynamisch, teilweise sehr laut und intensiv aber immer etwas autistisch. Es gab allerings einen lustigen Moment, als sie “Any questions?” in die Menge fragte und die erwartbaren bescheuerten Fragen brav beantwortete. Nach Matthew mein liebstes Konzert. Hat mich echt umgehauen.
17:00 HANK SHIZZOE & THE DIRECTORS
Was für ein Kontrast, doch bei aller Liebe: Dabei bin ich beinahe eingeschlafen. Klänge es nicht so despektierlich, würde ich es “Mucker-Rock” nennen, aber es gibt ja Leute, die Gitarrensoli toll finden. Pause für mich, Spass für die anderen.
18:40 DEXTER JONES CIRCUS ORCHESTRA
Deren CD lief schon beim Aufbau ständig und mir gefiehl sie sehr gut. Live dann sogar noch besser, weil weniger “brav”. Whisbone Ash und so weiter, sowas traut sich keiner mehr heute. Waren richtig toll und hatten sogar interessantes zu erzählen. Men on a mission. CD gekauft.
20:20 THE GREAT CRUSADES
Tolle Typen, musikalisch konnte ich nie richtig viel mit ihnen anfangen. Tolle show, aber.
22:10 TIMESBOLD
Gefiel mir noch besser als auf Platte, da seine jammerige Stimme live nicht so deutlich rüberkam. Die Songs finde ich eigentlich alle gut (Old Hannah!), auch die Arrangements, aber diese Art zu singen ertrage ich nicht nur sehr dosiert, auch, wenn sich momentan viele auf die Robert-Smith-Schule beziehen. Ein toller Abschluss des OBS jedenfalls.
Was noch:
- Ein neuer Sponsor in diesem Jahr: Stark-Amps. Klangen wie angedickte Fenders, also sehr gut. Der “Präsident” der Firma lief mit Hut und Hund durch die Gegend, ein Techniker wurde auch noch extra
eingeflogen. Alles ein etwas bizarrer Aufmarsch für so eine kleine Firma. Aber 1000 Dank für die tollen Crew-Shirts und die Pins und überhaupt. Ihr seid schon ganz schön cool.
- Kopfstützen beim Pissoir. Harnlassoptimierung auf allerhöchsten Niveau.
- Montag abend essen mit Eckman, Race und Brokaw. Haben viel von Mali erzählt. Die haben die beste Zeit ihres Leben auf Tour, glaube ich. Race hat ein Album einer Band aus Polen mitgebracht (”Psycho-Path”, glaube ich), auf der eine gefesselte Frau in einer Blutlache liegt und ein Messer im Arsch hat. Wir sahen Parallelen zu “Smell The Glove” und befanden, das Spinal Tap einfach ein Muss für jeden ist, der irgendwas mit Musik zu tun hat, denn sonst wirds leicht scheisse.
- Zwei neue Motti für das nächste OBS: “Schöne Männer und Weltfrieden” (sehr gut) und: “Macht hinne, wir wollen in den Stadtkrug!” (Even Better!)
- Dieses Jahr wurde grösstenteil LED-Licht eingesetzt, was mir überhaupt nicht gefiel, da es m.M. n. nicht zur Musik und zur Stimmung des OBS passt. Gerade das blaue Licht sah aus, alo ob jemand ein paar Neonröhren angeknipst hätte. Die immense Stromersparniss ist zwar ein gewichtiges Argument, aber die Dinger sind die Kondome der Sparte Licht in der Veranstaltungstechnik. Quasi.
- Muss man es sagen? Man muss. Der Sound war wie immer grossartig. Thx, Thorsten.
Ich denke, das war eines meiner liebsten OBS. Danke an Rembert, Vera, Karsten, Alex, Stefan, Christoph, Julia, Julia, Barbara, Melli, Nisa, Imme, Tacki, Florian, Phillip, Yannick, Thorsten, Eddie, den Monitormischer, “Simmon”, Friederike, Steffi, Anja, Anne, Basti, Archie, David, Frauke, Johannes, Jutta, Lutz, Ingolf, Marcel, Michael, Mike, Sarina, Sina, Uli und wen ich auch immer vergessen habe.
UPDATE: Ullrich Maurer hat auf Gästeliste.de schon den ersten Teil seines Konzertberichts veröffentlicht, inkl. Video
Wie der eine oder andere vielleicht weiss, habe ich 1998 mal ein halbes Jahr als Praktikant bei Glitterhouse Records gearbeitet und bin dem Label und den Menschen immer noch aufs Freundschaftlichste verbunden. Seit diesem Jahr arbeite ich auch regelmäßig als Stage Hand beim Orange Blossom Special Festival, das seit ‘97 jährlich im Garten der Firmenvilla stattfindet.
Folglich findet der Spass dieses Jahr zum 12. Male statt und trotzdem sich alles über die Jahre gut eingeschliffen hat, ist es jedes Mal eines und nicht selten das persönliche Highlight des Jahres. Und zwar hauptsächlich deshalb, weil es eben kein typisches Festival ist. Keine Alkleichen, keine Bouncers, keine Abzocke - sondern fast ausschliesslich nette Leute, tolle und sympathische Bands (sieht mal man von Chuck Prophet ab) und jede Menge Spass.
Normalerweise sind die Tickets immer innerhalb kürzester Zeit weg, dieses Jahr gibt es aber noch ein paar Restkarten, und so möchte ich hier mal kurz mit dem Finger drauf zeigen. Für schlappe 40 EUR gibt es vom 9.-11. Mai (Pfingsten) folgendes:
Ich kann also jedem, der musikalisch damit was anfangen kann, nur an Herz legen, sich dieses Festival anzutun. Ich sage euch: Sowas gibt es in dieser Form kein zweites Mal. Und bei der derzeitigen Lage der Musikindustrie muss man ja auch immer sagen: Wer weiss, wie lange es das noch gibt.
Fuck. Das ist eine Art schlechter Nachricht, die mich sogar aus meinem web 2.0.-Fasten treibt:
No Depression, das beste Musik-Magazin des Planeten, stellt seinen Betrieb mit der Mai/Juni-Ausgabe 2008 ein.
Das Schlimme: Laut Peter Blackstock sind es schlichtweg wirtschaftliche Gründe, die sie zum Aufgeben zwingen, denn das Magazin lebt grösstenteil von Anzeigen, und die sind in den letzten 2 Jahren um 40% zurückgegangen. Dagegen kann wohl auch keine Preiserhöhung etwas ausrichten.
Es gibt wohl kein Magazin, dass mich mich in den letzten 10 Jahren musikalisch mehr geprägt hat als ND. Ich erinnere mich noch an meine erste Ausgabe 1998; da war ich noch Praktikant bei Glitterhouse war; und die Ausgabe #12 mit Ricky Skaggs auf dem Cover sah noch aus wie ein billiges Fanzine. Über die Jahre gab es einige Änderungen hin zu einem professionellerem Auftreten, aber das Engagement und Liebe zur Musik hat sie nie geändert. Natülrich gab es immer mal schlecht Artikel, und vor allem bei dem Plattenkritiken gab es grosse qualitative Unterschiede, aber das Herzblut war immer da.
Diese Lücke wird sich nicht vorerst nicht füllen lassen. Immerhin gibt es noch das MOJO, aber das hat andere Schwerpunkte und und es fehlt die persönliche Note, die ND zu etwas besonderem gemacht hat. Und jedesmal, wenn ich dieses Springerblättchen Rolling Stone lese, frage ich mich, ob Print tatsächlich nur noch als Spielplatz für Profilneurotiker traugt (Franz Schöler ist davon natürlich ausgenommen.)
“You Can’t Fail Me Now” singt Joe Henry auf seinem neuen Album Civilians und Recht hat er. Wenn man sich heute den Wecker auf 20:30 Uhr stellt und den Fabchannel anschaltet, wird man zumindest seinen heutigen Gig im Amsterdamer Paradiso nicht verpassen. Sollte man auch nicht. Schließlich gibt es auf der aktuellen Europa Tour von Joe Henry keine Auftritte in deutschen Clubs. London, Paris, Amsterdam, Barcelona, Palma und Genf stehen u.a. auf dem Reiseplan des Madonna Schwagers. Das der Grammy Gewinner (als Produzent von Solomon Burke) Joe Henry hierzulande relativ unbekannt ist, wird sich wohl auch mit dieser Tour nicht wirklich ändern. Dabei gehört Joe Henry zu den wirklich großen Unbekannten. Nicht nur als Singer/Songwriter der Extraklasse (um mal ein paar Schubladen zu bemühen: Van Morrison, Tom Waits, Bob Dylan, Loudon Wainwright III,Elvis Costello), sondern auch als Produzent (u.a. AimeeMan, Solomon Burke und - für mich seit 2 Jahren DIE Platte für die Insel: The River In Reverse von Elvis Costello und Allain Toussaint).
Auf dem aktuellen Album Civilians von Joe Henry spielt, neben Bill Frisell, auch ein gewisser Greg Leisz diverse Gitarren, Mandolinen und Lapsteels, u.a. ein wundervolles Slidesolo auf dem, oben schon angesprochenen, Song “You Can’t Fail Me Now“. Eben dieser Greg Leisz gehört auch zu der “Supergroup” auf die ich mich dieses Jahr besonders freue. Bei The Scrolls werden u.a. Musiker von Tom Petty’s Heartbreakers, Elvis Costello’s Imposters und Nickel Creek aufeinandertreffen. Im Dezember’07 schrieb Sara Watkins in ihrem Myspace Blog:
The project I’m talking about was started back in September. We don’t have a name for the band yet (and time is running short) but the members are Pete Thomas and Davey Faragher on drums and bass, respectively; Benmont Tench - piano and organ; Greg Leisz - pedal steel and other slidey things; Luke Bulla -vocals, fiddle and guitar; my brother Sean - vocals and guitars; Glen Phillips - vocals and guitar; and myself - a’singin’ and a’playin’. The songs are great, mostly written from in the band, and we’re hoping to nearly finnish the record in the next few days. We’re tracking live and trying to get as much down at one time as possible. It is a very satisfying way to record.
Bleibt zu hoffen das diese Band, sollten sie unerwarteterweise auf Tour gehen, nicht den gleichen Tourplan wie Joe Henry hat und es auch eine Gelegenheit gibt, diese großartige Besetzung auch in deutschen Clubs zu hören. Ich befürchte aber mal, dass man schon froh sein könnte, wenn es die Scrolls bis zum Fabchannel schaffen würden.
Teitur hat eine neue Platte. Teitur kommt auf Tour. Zwei gute Nachrichten. Ich erzählte bereits von meiner ausgesprochenen Hochachtung vor diesem Ausnahmeathleten. Seine Platten kann ich rauf und runter hören und immerzu passiert etwas anderes, ich erkenne Melodien, die mir vorher nicht so aufgefallen waren oder lustige Worte springen mir ins Ohr, denen ich noch keine Beachtung geschenkt hatte. Große Kunst.